Wer
Marathon läuft, hat gute Chancen auf dem Stellenmarkt
Herr
Umberg, sind Marathonläufer am Arbeitsplatz leistungsfähiger
als ihre untrainierten Kollegen?
RICHARD UMBERG: Es gibt einige Gründe, die dafür sprechen,
ja, aber natürlich können auch unsportliche Menschen
Spitzenleistungen am Arbeitsplatz bringen.
Welche Gründe sprechen denn dafür?
Wer seine Ausdauer regelmässig trainiert, ist körperlich
und geistig beweglicher, er regeneriert schneller nach Anstrengungen
und er behält in Stressphasen länger einen kühlen
Kopf. Wenn man die Belastungen heutiger Topmanager anschaut, all
die Flüge auf andere Kontinente, die Sitzungen, die langen
Arbeitstage und die Entscheidungen unter grossem Zeitdruck, dann
wird offensichtlich, dass jemand mit guter Kondition hier Vorteile
hat. Überdies zeigen neuere Studien, dass regelmässiges
Training das Risiko von Herz-Kreislauf-Beschwerden und die Gefahr
des Ausbrennens vermindern.
Ist das nicht eine idealisierende Darstellung?
Wenn Manager auch noch Marathon laufen wollen, hat das zur Folge,
dass sie bereits um 5 Uhr morgens auf dem Laufband stehen. Ein
bisschen mehr Schlaf wäre da vermutlich gesünder. Sie stehen nicht unbedingt auf dem Laufband, sondern sie gehen
mit Richi Umberg am frühen Morgen in der Natur joggen. Immer
wieder sagen mir Kunden: Wenn der Tag so beginnt, kann danach
gar nicht mehr viel schief laufen. Es ist klar: Regelmässiges
Lauftraining in einen schon vollen Terminkalender zu integrieren,
erfordert Planungs- und Organisationstalent. Deshalb sind Marathonläufer
und andere sportlich Aktive unter den gut Qualifizierten ja auch
besonders gefragt.
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